ErNÖerung: Unsere Ideen

Als Schülerunion Niederösterreich ist es unser selbsterklärtes Ziel, uns für eine moderne, innovative und zukunftsorientierte Schule einzusetzen. Wir wollen eine Schule, die am Ball bleibt und immer einen Schritt voraus ist. Wir wollen erNÖerung in Niederösterreich!

 

Denn erNÖerung bedeutet effiziente, zielführende und individuelle Angebote für Schülerinnen und Schüler zu schaffen. Als Schülerunion Niederösterreich kämpfen wir nicht nur für unsere langjährigen Forderungen, sondern wollen bereits jetzt aktiv Veränderung an unseren Schulen erwirken. Um das zu erreichen, findest Du hier erNÖerung – Unsere Projekte für Niederösterreichs Schulen.
Wähle dafür einfach die Themen aus, die Dich interessieren oder die Du an deiner Schule umsetzen möchtest. Du bekommst dann unsere konkreten Ideen, wie wir als Schülerunion Niederösterreich diese Forderung umsetzen wollen.

Unterricht, Bildung und Inhalte

1. Politische Bildung in die Schulen bringen

In Österreich dürfen Schülerinnen und Schüler bereits mit 16 Jahren wählen. Dabei können viele keine fundierte und ausreichend informierte Entscheidung treffen, da es oft an politischem Verständnis und notwendigem Hintergrundwissen fehlt. Auch wenn ein eigenständiges Unterrichtsfach „Politische Bildung“ eine langjährige Forderung der Schülervertretung darstellt, gibt es ausreichend Möglichkeiten auch schon im Kleinen, Politische Bildung an Niederösterreichs Schulen nicht nur zu erlernen, sondern vor allem zu leben.

 

Besuch von politischen Institutionen auf Regional-, Landes- und Bundesebene

Politik findet immer und überall statt. Dabei liegen politische Institutionen einem Schulstandort oftmals sehr nahe. Besuche von Schulklassen am Gemeindeamt oder der Bezirkshauptmannschaft, bei landesspezifischen Einrichtungen wie zum Beispiel dem Landtag, aber auch bei Institutionen des Bundes, wie dem Nationalrat, fördern politisches Gespür und Verständnis und ermöglichen es Schülerinnen und Schülern, ihre Ansprechpartner innerhalb der Politik näher kennenzulernen. Viele Institutionen bieten Schulklassen diese Art von Besuchen und Führungen bereits an, allerdings fehlt es oft an Informationen, um derartiges auch zu organisieren und zu ermöglichen.

 

Schülerparlamente am eigenen Schulstandort fördern

Schülerparlamente sind eine ideale Möglichkeit, um politische und demokratische Partizipation am eigenen Leib zu erfahren. Die Schülerparlamente der Landes- und Bundesschülervertretung sind dabei schon langjährige Erfolgsprojekte. Aber auch am eigenen Schulstandort kann ein Schülerparlament durchgeführt werden, um schulspezifische Themen zu behandeln und diese mit tatsächlich Betroffenen zu diskutieren. Dabei können maßgebliche Erkenntnisse für den SGA aber auch für die gesamte Schulgemeinschaft erzielt werden. Viele Schulen sind sich dieser Möglichkeit aber nicht bewusst. Es gilt hierbei seitens der landespolitischen Vertretung, also sowohl der Landesschülervertretung als auch der Bildungsdirektion, aufzuklären und Schulen bereits vorhandenes Know-How zu vermitteln.

 

 

Vermehrt Projektarbeit zu Politik und aktuellem Geschehen an Schulen

Politik ist ständig im Wandel. Eine Schlagzeile jagt die nächste, eine Reform folgt auf die andere. Schülerinnen und Schüler bekommen oftmals gar nicht mit, was um sie herum geschieht, auch wenn viele unmittelbar davon betroffen sind. Schulen müssen die Diskussion und didaktische Arbeit und Recherche zu aktueller Tagespolitik zulassen und Interesse an Politik wecken. Österreichweit gibt es zahlreiche Angebote, die Politik auf interessante Weise mit Bezug auf aktuelle Tagespolitik an Schulen zu bringen (zentrum polis, …). Auch hier gilt es Schulen über diese Angebote zu informieren und anzuregen, eigene Projekte zu Politik zu initiieren.

 

 

2. Medienkompetenz und Umgang mit neuen Medien

Neue Medien, aber vor allem der Umgang mit ebendiesen, werden von Tag zu Tag relevanter. Viele Schülerinnen und Schüler sind allerdings durch diesen schnellen und stetigen Wandel überfordert und missen oftmals wichtiges Know-How im richtigen Umgang mit ihnen. In einer Schule des 21. Jahrhunderts muss Medienkompetenz eine tragende Rolle spielen.

 

Neue Medien zum Thema im Unterricht machen

Durch die rasante technologische Entwicklung der letzten Jahre finden Neue Medien mittlerweile vor allem in Pausen und unterrichtsfreier Zeit Einzug in Schulen. Im Unterricht stören Smartphones und Co. oftmals nur. Dabei bieten neue Medien enorme Möglichkeiten den Unterricht in vielen Belangen aufzuwerten. Ob Recherche-Aufgaben oder Tonaufnahmen beim Sprachenlernen, ein moderner Unterricht darf sich nicht den Möglichkeiten des 21. Jahrhunderts verschließen.

Gleichzeitig erlernen Schülerinnen und Schüler einen sinnvollen Umgang mit den Geräten. Nicht nur Verantwortungsbewusstsein, sondern auch wichtiges Know-How zur richtigen Verwendung werden am besten durch einen Unterricht vermittelt.

 

Lehrkraftweiter- und fortbildungen zu Neuen Medien und Medienkompetenz

Viele Schülerinnen und Schüler kennen sich oftmals besser mit Medien aus als ihre Lehrkräfte. Ein moderner Unterricht braucht aber Lehrkräfte vom Fach. Weiter- und Fortbildungen für Lehrkräfte sind unerlässlich. Dabei können sowohl Online-Weiterbildungen als auch Buddysysteme innerhalb des Lehrkörpers eine ideale Vermittlung von Expertenwissen ermöglichen. Hierbei vermitteln in manchen Themenbereichen, wie beispielsweise beim „Einsatz digitaler Medien im Unterricht“, besonders kompetente Lehrkräfte ihren Kolleginnen und Kollegen ihr Wissen.

 

Besuch von medientechnisch relevanten Institutionen und projektorientierter Medienunterricht

In Zeiten von „Fake News“ und Misstrauen gegenüber etablierten Medien und zunehmender Informationsbeschaffung durch Facebook, Instagram und Online-News-Outlets, ist es wichtig, die Relevanz von sachlicher Berichterstattung aufzuzeigen. Durch Workshops an Schulen, durchgeführt von neutralen, sachlichen Akteuren innerhalb der Medienlandschaft sowie Ausflüge in objektive Medienanstalten, sowohl zentralen als auch regional-lokalen, soll Bewusstsein gegenüber der gesellschaftlichen Rolle von Medien erzeugt werden.

 

 

3. Digitalisierter Unterricht

Digitalisierung ist eines der Schlagworte der modernen Schule. Auch wenn schon viele richtige Schritte gesetzt wurden, braucht es konkrete Ideen und Maßnahmen, um Digitalisierung wirklich in unsere Schulen zu bringen.

 

Über Digitalen Unterricht aufklären, Projekte fördern

Viele Plattformen und Serviceangebote bieten Schulen bereits an den Umstieg auf eine digitale Schule an, von Online-Klassenbüchern, über Moodle-Kurse bis zu neuen, innovativen Maturatrainern wie „Mathespass Maturatrainer“ oder digitalen Lernkursen wie „OneNote“. Von Seiten des Landes sollen die Möglichkeiten eines modernen Unterrichts aufgezeigt werden und Projekte zu modernem Unterricht gefördert werden.

 

Ausbau von WLAN und digitaler Infrastruktur

Unabdingbare Basis für eine moderne Schule sind Internetzugang und ausreichend digitale Infrastruktur. Das Land NÖ muss den Ausbau von Internetzugängen forcieren und Schulen in ganz Niederösterreich anknüpfen.

 

 

4. Wirtschaftsverständnis und unternehmerische Kompetenz

Wirtschaftliches und unternehmerisches Verständnis wird immer stärker von Wirtschaft und dem Arbeitsleben gefordert und benötigt. Nicht nur in Schulen mit wirtschaftlichem Schwerpunkt, sondern in allen Schulen muss Wirtschaft eine Rolle spielen. Dabei lebt unternehmerisches Gespür vor allem durch gelebte wirtschaftliche Kompetenz. Nicht nur theoretische, sondern vor allem praktische Erfahrungen machen Wirtschaftsverständnis aus. Schulen können Möglichkeiten anbieten, Teilnahme an der Welt der Wirtschaft spielerisch und in einem sicheren Rahmen auszuprobieren und zu erleben.

 

Junior Companies und unternehmerische Projekte an Schulen fördern

Die Initiative „Junior Company“ bietet Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, in einem sicheren Rahmen eine Start-Up Company zu gründen und dabei am eigenen Leib Wirtschaft zu leben. Vielen Schulen sind die Möglichkeiten, die durch derartige Projekte entstehen, gar nicht bewusst. Hier kann das Land Niederösterreich ansetzen und unternehmerische Projekte fördern, beispielsweise durch Prämierungen erfolgreicher Junior Companies und Austausch von verschiedenen Schulen innerhalb einer Bildungsregion im Rahmen von Messen, etc.

 

Besuche von und Austausch mit regionalen Unternehmen

Regionale Unternehmen und Wirtschaftsstandorte bieten oftmals viele Möglichkeiten, in der eigenen Umgebung wirtschaftliches Gespür aufzubauen und zu erleben. Durch Besuche, Ausflüge und Exkursionen ist es möglich, wirtschaftliches Verständnis abseits des Klassenraumes zu erlernen.

 

5. Individuelle Förderung

Jede Schülerin und jeder Schüler ist unterschiedlich, jede Schülerin und jeder Schüler hat eigene Interessen, Schwächen und Stärken. Das Ziel einer Schule soll es nicht sein, eine homogene Einheitsmasse zu generieren, sondern diese Stärken zu stärken und Potentiale auszuschöpfen. Bei Abschluss einer Schule soll das Bestmögliche aus der Schullaufbahn herausgeholt worden seien.

 

Flächendeckendes Drehtürmodell

Durch das „Drehtürmodell“ soll Schülerinnen und Schülern die Chance geboten werden, sich in ausgeprägten Stärken wie Sport, Musik, Mathematik oder Fremdsprachen zu vertiefen. Dafür soll eine bestimmte Anzahl an Unterrichtsstunden pro Woche zur Verfügung gestellt werden. Dieses Modell wird zurzeit in einigen Schulversuchen erfolgreich eingesetzt. Damit die Durchführung für die betroffenen Schülerinnen und Schüler auch schaffbar ist, ist eine möglichst große Rücksichtnahme bei der Gestaltung des Stundenplans erforderlich.

 

Unverbindliche Übungen fördern

Unverbindliche Übungen bieten für Schülerinnen und Schüler die Chance, ihre Interessen und Stärken direkt am Schulstandort gemeinsam mit Schulfreunden und Schulfreundinnen kennenzulernen und auszuleben. Durch aktuelle Entwicklungen werden Unverbindliche Übungen und Freifächer immer seltener an Schulen angeboten.

Um diese Chance beizubehalten und noch attraktiver zu machen, braucht es zusätzliche finanzielle Unterstützung der Schulen und eine schulautonome und schulpartnerschaftliche Inklusion des SGAs bei der Auswahl der Fächer und Übungen.

 

Berufsorientierung in Schulen

Mit der Interessensförderung geht auch die Berufsorientierung einher. Eine Schule muss auf den weiteren Lebensweg vorbereiten und klar aufzeigen, wo die Stärken jeder und jedes einzelnen liegen. Nur dann kann die passende, aber vor allem richtige Studien- und Berufswahl getroffen werden.

Durch Zusammenarbeit mit Studien-/Berufsorientierungsservices (wie BeSt, …), aber auch dem Nutzen des Eltern-Netzwerkes einer Schule in Form von Schulbesuchen, in denen Eltern über ihre Professionen sprechen, gelingt es auch Schulen, Berufsorientierung in den Alltag zu bringen.

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Schule ist Lebensraum

1. Unterstützung des Schulstandortes

Betrachtet man unterschiedliche Schulstandorte in ganz Niederösterreich, so stellt man schnell fest, dass auch hier einige Unterschiede existieren. Auf Grund unterschiedlicher geografischer Lage, der Nähe zu Hauptstädten wie Wien oder St. Pölten, aber auch von Schulgröße und Schulart, sind die Anforderungen an die einzelnen Schulen sehr divers. Es gilt, einem Schulstandort die bestmöglichen Voraussetzungen zu bieten, um einen gelungenen Schulalltag zu erreichen.

 

Supportpersonal an Schulen

Leider gibt es, bedingt durch Zeitdruck und kurzen Pausen während eines Schultages, nicht immer die Möglichkeit für Lehrkräfte, sonstige ebenfalls notwendige Arbeiten zu erledigen.

Um Lehrkräfte bestmöglich in ihrem Schulalltag unterstützen zu können, braucht es daher Supportpersonal. Sowohl Personal im Sekretariat und in der Administration aber auch Native Speaker und Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter eröffnen völlig neue Möglichkeiten, um die Schulgemeinschaft massiv zu unterstützen.

Durch das Bilden von Schulclustern und Bildungsregionen im Rahmen der Schulautonomie bietet es sich an, Supportpersonal für gesamte Schulcluster zu generieren, nicht nur im administrativen, sondern auch im sozialen und pädagogischen Bereich.

 

Peermediation fördern, Missstände verhindern

Durch Peermediation helfen sich Schülerinnen und Schüler nicht nur gegenseitig beim Bewältigen von Problemen und Schwierigkeiten innerhalb des Schulalltages, sondern bilden gleichzeitig auch noch soziale und personelle Kompetenzen aus. Durch den gemeinsamen Austausch von Erfahrungen und Problemlösungsvorschlägen werden Probleme und Missstände frühzeitig erkannt und bestenfalls sogar verhindert.
Peermediation könnte beispielsweise durch das Land den Schulen nähergebracht werden und dadurch Einzug in ganz Niederösterreich finden.

 

 

2. Schulgemeinschaft, Klassengemeinschaft

Die Freundschaften und Kontakte, die man innerhalb der Schulzeit schließt, halten oft ein Leben lang. Aber auch der Austausch mit Klassenkolleginnen und -kollegen ist täglich erforderlich. Klassen ohne Klassengemeinschaft funktionieren nur schwer und leiden an internen Streitigkeiten und Problemen.

 

Kennenlerntage und Projektwochen

Viele Schulen führen bereits Kennenlerntage und Projektwochen durch. Allerdings gibt es auch hier noch Ausbaupotential in Form von Informationen über Angebote als auch durch Unterstützung bei der Vermittlung von Unterkünften, Aktivitäten, etc.
Hierbei kann das in Niederösterreich vorhandenene Angebot an Destinationen ideal zu Rate gezogen werden, um nicht nur gelungene Kennenlerntage/Projektwochen zu ermöglichen, sondern auch Bewusstsein für Niederösterreich zu schaffen.

 

 

3. Freizeit und Schule

Eine ideale Schule bietet nicht nur idealen Unterricht, sondern auch ein ideales Freizeitangebot. Schule und Freizeit sind also nicht unvereinbar, sondern gehen eigentlich Hand in Hand.

 

Vereine an Schulen

Oft fehlen den Lehrpersonen die vielseitigen Kenntnisse, um allen Interessen der Kinder nachgehen zu können. Deshalb sollten in Zukunft schon ab der Volksschule verschiedenste Vereine in die Schule geholt werden. So kann z.B. ein Handballverein eine Stunde des Turnunterrichts halten, um so einerseits den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zu bieten, diesen Sport auszuprobieren, um aber andererseits auch Potentiale zu erkennen, diese dann weiter zu fördern und im Verein weiter zu fördern. Diese Vorgehensweise kann für Kinder und Jugendliche durchwegs zusätzliche Erfolgserlebnisse schaffen und ihr Interesse an diversen Sportarten wecken.

 

Campus- Schulen

Durch die Schaffung von Campus-Schulen kann gewährleistet werden, dass sich Schülerinnen und Schüler in ihrer Lernumgebung wohl fühlen. Der Standort muss über eine Reihe von Einrichtungen verfügen, die den ganztägigen Aufenthalt sinnvoll und attraktiv machen. Neben zahlreichen Lern-, Kultur-, Musik- und Freizeiträumen muss genug Raum für Sportplätze geschaffen werden. Das Schulgebäude muss in allen Bereichen den aktuellen Standards entsprechen. Deshalb wäre der Zusammenschluss von verschiedenen Schultypen unter einem Dach zu begrüßen, um auch schulübergreifende Projekte zu fördern.

 

4. VWA-Service

VWA und Diplomarbeit betreffen alle Schülerinnen und Schüler der AHS und BMHS. Dabei kann die Vorbereitung für die Arbeit sowie das Finden der passenden Literatur oftmals eine Schwierigkeit darstellen. Durch Rechercheschulungen durchgeführt von Expertinnen und Experten, werden hier Schülerinnen und Schüler gezielt unterstützt. Problematisch stellt sich in weiterer Folge aber auch das Ausborgen der passenden Literatur heraus, besonders für Schülerinnen und Schüler mit spezifischen Themen, abseits großer Bibliotheken in Großstädten. Durch einen gratis Ausleihservice von Seiten der niederösterreichischen Landesbibliothek, bei dem die richtigen Bücher direkt nach Hause geschickt werden, wie einen Online-Service, in dem Bücher untentgeltlich digital angeschaut werden können, soll Abhilfe geschaffen werden.

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Umwelt und Schule

Ernährung und Gesundheit

Ernährung und Gesundheit sind wohl die wichtigsten Aspekte unseres Lebens. Dementsprechend sollten sie auch einen Teil in unseren Schulen spielen. Oftmals existieren das notwendige Bewusstsein und Interesse bei den Schülerinnen und Schülern bereits, doch viele Schulen sind nicht ausreichend ausgestattet, um diesen auch entgegenzukommen.

 

Evaluierung der niederösterreichischen Schulbuffets

Schulfbuffets, Cafeterias und Schuljausenanbieter variieren stark von Schule zu Schule. Manche sind hervorragend, nicht nur in Bezug auf Preis und Angebot, sondern vor allem in Qualität, Nahrhaftigkeit und Ausgewogenheit. Andere wiederum bieten überteuertes Fast-Food und Junk-Food an, ohne auf die gesundheitlichen Folgen und Konsequenzen zu achten. Es gilt niederösterreichische Qualitätsstandards zu schaffen, Projekte zur gesunden Jause zu unterstützen und für gesunde und ausgewogene Essensmöglichkeiten an allen Schulen Niederösterreichs zu sorgen.

 

Anreize für Gesundheitsbewusstsein schaffen

Viele Schulen sind prinzipiell stark daran interessiert, ihren Schülerinnen und Schülern Gesundheitsbewusstsein zu vermitteln. Allerdings fehlt oftmals der Anreiz, sich für dieses Thema verstärkt einzusetzen. Vor allem an höheren Schulen fallen Projekte zu Gesundheitsbewusstsein innerhalb von Schulen, wenn gleichzeitig Schularbeiten, Tests und Prüfungen anstehen, oft flach. Bereits bestehende Projekte wie „Gesunde Schule“, müssen auch verstärkt in der Sekundarstufe II Raum und Platz finden.

 

Ergonomischer Unterricht

Einen Großteil der Zeit in der Schule verbringen Schülerinnen und Schüler sitzend im Klassenzimmer. Viele Schülerinnen und Schüler sind sich dabei oftmals nicht bewusst, wie schädlich die Art, wie sie sitzen, für ihre Gesundheit sein kann. Aber auch im Umgang mit oftmals zu schweren Schultaschen gibt es Ausbaumöglichkeiten. Eine Schule soll es sich zur Aufgabe machen, auch hier von Anfang an Schülerinnen und Schülern zu vermitteln, wie eine gesunde Haltung aussieht und wie man diese erreichen und erhalten kann.

 

 

Infrastruktur und Anbindung

Für viele Schülerinnen und Schüler ist der Schulweg mit öffentlichen Verkehrsmitteln lange und mühsam. Hier gilt es eine genaue Betrachtung und Evaluierung der momentanen öffentlichen Anbindungn durchzuführen. Abfahrtszeiten der öffentlichen Verkehrsmittel müssen an die Schulstartzeiten der betroffenen Schulen angepasst, Wartezeiten in Absprache mit den Verkehrsunternehmen und den Schulen verringert und Anbindungen sowie Verbindungen optimiert werden.

 

 

Klimaschutz und Umweltbewusstsein

Der Klimaschutz ist ein prominentes Thema unserer Zeit. Nicht zu Unrecht fordern Schülerinnen und Schüler nachhaltige Lösungen, um langfristig unseren Planeten zu schützen. Umweltbewusstsein muss aber vor allem in Schulen und den Unterricht Einzug finden, um die Generation von morgen bestmöglich mit dem Thema vertraut zu machen.

 

Umweltbewusster Unterricht

In jedem Unterrichtsfach ist es möglich, das Thema Umwelt und Klima anzusprechen. Ob in Geographie die klimatologischen Ursachen, in Physik die thermodynamischen Konsequenzen oder in Ethik/Religion die moralischen Hintergründe, Umweltbewusstsein kann überall eine Rolle spielen. Hier gilt es Schulen auf diese Möglichkeiten aufmerksam zu machen und Lehrkräften ihre Möglichkeiten aufzuzeigen.

Gleichzeitig kann in Form eines jährlichen Klimatages an Schulen spezielle Aufmerksamkeit dem Thema entgegengebracht werden. Durch die punktuelle Schwerpunktsetzung wird die Wichtigkeit von Umwelt- und Klimaschutz besonders deutlich.

 

Umweltzeichen-Projekt forcieren

Es gibt bereits einige Initiativen, die sich für einen bewussten Umgang mit unserer Umwelt einsetzen, beispielweise das Projekt „Umweltzeichen Schule“, welches klare Richtlinien für Schulen definiert, um einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz zu leisten. Von Seiten des Landes Niederösterreich können solche Projekte an Schulen forciert werden, um nachhaltige und umweltbewusstere Schulstandorte zu schaffen.

 

Müll und Schule

Schulen sind Produzenten von riesigen Mengen an Müll. Dadurch fallen Themen wie Mülltrennung oder richtige Müllentsorgung leider oftmals flach. Doch gerade hier muss angesetzt werden, um nachhaltige Lösungen für richtige Mülltrennung zu finden, aber auch, um verstärktes Bewusstsein gegenüber Müll zu erwirken. Projekte von Seiten des Landes zu Mülltrennung und Umgang mit Müll bieten enorme Möglichkeiten. Gleichzeitig muss jeder einzelne Schulstandort, verantwortungsvollen Umgang mit Müll lehren und leben. Die Schule darf nicht von der Verantwortung gegenüber unserer Umwelt ausgenommen sein!

 

Plastikfreie Schule

Ziel der Schule des 21. Jahrhunderts soll es sein, der überhandnehmenden Produktion und Verwendung von Plastik entgegenzuwirken. Nicht nur durch Information in Form des Bildungsauftrages, sondern auch durch aktive Handlungen. Plastik soll in Schulkantinen und Getränkeautomaten durch wiederverwendbare Flaschen ersetzt werden. Auch Schülerinnen und Schüler sollen dazu angehalten werden, zukünftig nur noch Hartplastik-, Glas-, oder Edelstahlflaschen von zu Hause mitzunehmen. Somit kann der Produktion von Plastikmüll an der ganzen Schule effektiv entgegengewirkt werden.

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Schülervertretung in Niederösterreich

1. Verankerung der landesweiten SchülerInnenparlamente

Aktuell ist das SchülerInnenparlament auf Landesebene nur eine Veranstaltung der Landesschülervertretung, um die Meinungen und Ideen der Schülerinnen und Schülern zum Thema „Schule und Bildung“ einzufangen und ihnen eine Bühne zu bieten, diese zu präsentieren. Allerdings fehlt trotz eines demokratischen Abstimmungsprozess innerhalb des SchülerInnenparlaments jeglicher verbindlicher Charakter. Unser Wunsch wäre eine gesetzliche Regelung, die dafür sorgt, dass die positiv abgestimmten Anträge verpflichtend in einer Sitzung des Bildungsausschusses im Landtag vorgestellt und besprochen werden müssen.

Vorbild kann dafür die im Sommer 2018 durch den Nationalrat beschlossene Verankerung des bundesweiten Österreichischen Schülerparlaments der Bundesschülervertretung sein. Damals wurde explizit den Ländern die Entscheidung überlassen, ob diese die Schülerparlamente auch auf Landesebene verankern wollen. Das angesprochene Bundesgesetzblatt ist im Anhang nachzulesen.

Ein Problem ist aber, dass auf den Niederösterreichischen SchülerInnenparlamenten auch Anträge beschlossen werden, die nicht in die Kompetenz des Landes sondern in die des Bundes fallen. Deswegen würden wir andenken, dass die positiv abgestimmten Anträge von einer juristischen Beratungsstelle, zum Beispiel der juristischen Abteilung des Landesschulrates/der Bildungsdirektion, beurteilt, „sortiert“ und gefiltert werden. Der Landtag habe dann nur über die in der Kompetenz des Landes befindlichen Anträge zu diskutieren. Gleichzeitig setzt die Landesschülervertretung verschiedene Maßnahmen, um Anträge zu Themen des Landes explizit zu fördern und zu vermehren.

Durch die Verankerung der SchülerInnenparlamente auf Landesebene kann neben aktiver Beteiligung von Schülerinnen und Schülern am niederösterreichischen Bildungssystem gleichzeitig ein Augenmerk auf bereits laufende Projekte des Landes Niederösterreich geworfen werden.

Niederösterreich übernähme dann nicht nur eine österreichweite Vorreiterrolle, sondern würde vor allem die Arbeit des niederösterreichischen Schülervertretungssystems legitimieren und unterstützen.

 

 

2. Verankerung der Kandidatenhearings zur Wahl der Schülervertretung

Derzeit sieht das Schulunterrichtsgesetz vor, dass die Schulleitung innerhalb der ersten fünf Schulwochen des neuen Schuljahres für die Durchführung der Schülervertretungswahlen sorgen muss. Dabei definiert der Gesetzgeber zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine Möglichkeit zur Vorstellung der Kandidatinnen und Kandidaten.

Ohne Hearings kann allerdings nicht die benötigte Qualität der Schülervertretung für die Schule gewährleistet werden, da keine Möglichkeit besteht, zu erfahren, welche Anliegen die Kandidatinnen und Kandidaten für das Schuljahr vorantreiben möchten und welche thematischen Schwerpunkte gesetzt werden sollen.

Unser Vorschlag zur Verankerung der SV-Hearings beinhaltet außerdem, dass neben der Vorstellung der Kandidatinnen und Kandidaten auch der Landesschülervertretung als gesetzlich verankerte und gewählte Vertretung ein Zeitrahmen eingeräumt wird, in dem sie sich allen Schülerinnen und Schülern vorstellen kann. Schließlich sind sie die Personengruppe, die von der LSV vertreten wird.

Die Verankerung der Hearings zur Schülervertretungswahl und dabei die Möglichkeit zur Vorstellung der Landesschülervertretung wäre dementsprechend ein großer Schritt zu mehr Qualität in der Schülervertretung und zu einer professionelleren Arbeit der Schulpartner direkt am Schulstandort.

 

 

3. Verankerung der überschulischen Vertretung im LFS-Bereich

Seit wenigen Jahren gibt es im Bereich der Land- und Forstwirtschaftlichen Fachschulen (LFS) eine Landesschülervertretung bestehend aus drei gewählten Vertretern (1 LandesschulsprecherIn + 2 Stv.). Diese wurde mit internen Regelungen analog zur gesetzlich definierten Landesschülervertretung implementiert. Trotz der Wahl und damit der demokratischen Legitimation haben diese allerdings keine rechtliche Grundlage, um an Sitzungen der LSV teilzunehmen und verweilen dementsprechend auch ohne Stimmrecht.

Um eine wirkliche Vertretung aller Schülerinnen und Schüler Niederösterreichs zu erhalten, muss die Vertretung im LFS-Bereich ebenfalls, gleichrangig und -wertig mit der LSV, im Gesetz und in ihrem Auftreten verankert werden.

 

 

4. Niederösterreichisches Schulpartnerforum

Auf Bundesebene gibt es seit einigen Jahren ein Schulpartnerschaftsforum und seit wenigen Jahren auch den „BSGA“. Beide Gremien dienen als Diskussionsplattform zwischen Lehrer-, Eltern- und Schülervertreterinnen und -vertretern. Dabei werden oft konkrete Themen vorgegeben und dann diskutiert und besprochen, wobei die Diskussionen meistens sehr interessant und outputreich sind. Dementsprechend ist es sehr zu begrüßen, wenn es ein ähnliches Diskussionsforum auch in Niederösterreich geben würde.

 

 

5. Schülervertretung am Schulstandort

Die Schülervertretung direkt am Schulstandort bildet die eigentliche Basis unserer Arbeit und ist ein wichtiger Bestandteil der schulpartnerschaftlichen Idee.

 

Förderung von SV-Projekten an Schulen

Projekte von Schülervertretungen sind oftmals eine ideale Möglichkeit, um direkt für Veränderung am Schulstandort zu sorgen. Leider werden Schülervertretungen bei der Umsetzung der Projekte oft alleine gelassen und scheitern daran. Als Land Niederösterreich gibt es Möglichkeiten, hier für Unterstützung zu sorgen, beispielsweise in der Form einer Prämierung von erfolgreichen Projekten oder mit Hilfe einer Austauschplattform im Rahmen der Bildungsregion.

Auch eine monetäre Unterstützung bei der Umsetzung von Projekten kann eine enorme Hilfeleistung darstellen.

 

Schülervertretung auch in der Sekundarstufe 1

Bisher wählen nicht alle Schülerinnen und Schüler ihre Vertretung an der eigenen Schule. An Neuen Mittelschulen wird oft gar keine und an AHS-Unterstufen nur über die Klassensprecherinnen und Klassensprecher eine Schülervertretung gewählt. Besonders jüngere Schülerinnen und Schüler aber brauchen eine eigene Vertretung, um sich Gehör verschaffen zu können. Gleichzeitig wird bereits Verständnis für die weiterführende Schülervertretung gebildet und damit stärkere Schulpartnerschaft ermöglicht.

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Gesamt

Hier findest du die Inhalte der ErNÖerung gesammelt auf einem Blick, damit du dir so schnell wie möglich einen Überblick verschaffen kannst und immer eine Inspiration bei der Hand hast, wie wir gemeinsam Schule verbessern können. #weilschulemehrkann

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